ASSOCIAZIONE DELLE TALPE

Gegen jeden Antisemitismus!

Kategorie: Seminar

Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie. Karl Marx: Das Kapital. Band 2-3

Wochenendseminar am Samstag, 16. und Sonntag, 17. November 2019, Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen Den Rest des Beitrags lesen »

Michael Heinrich: Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie. Das Kapital Band 2-3

Wochenendseminar mit Michael Heinrich
Samstag, 12.12. – Sonntag, 13.12.2015
Infoladen, St. Pauli-Str. 10-12, 28203 Bremen

Mit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Michael Heinrich (Berlin): Einführung in die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie. Das Kapital Band 2-3

Wochenendseminar am 6.-7. Dezember 2014 / Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

Mit dem Wochenendseminar soll ein Überblick über den Inhalt des zweiten und dritten Bandes des Kapitals. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx gegeben werden. Dabei werden einleitend die Marxschen Ausführungen zum Produktionsprozess aus dem ersten Band des Kapitals skizzenhaft wiederholt werden. Anschließend werden die Überlegungen zum Zirkulationsprozess und zum Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion präsentiert und wichtige Begriffe wie Kredit, Zins, Rente und Profit vorgestellt. Kenntnisse des ersten Bands des Kapitals sind für die Teilnahme empfehlenswert. Das Seminar versteht sich als ein Angebot an alle, die Interesse haben, ihre Kenntnisse der Marxschen Ökonomiekritik zu vertiefen. Desweiteren dient es als Ergänzung zum Lektürekurs 2014 zum ersten Band des Kapitals sowie als Vertiefung für den Lektürekurs 2014 zum zweiten und dritten Band.

Michael Heinrich ist Mathematiker und Politikwissenschaftler. Er ist Mitglied in der Redaktion von Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft und Autor unter anderem von: Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung, Stuttgart 2004; Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition, Münster 2003.

Das Wochenendseminar wird organisiert von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen. Anmeldung bitte unter talpe@gmx.net

Heribert Schiedel (Wien): Marx und die „Judenfrage“ – Chancen und Grenzen der Kritik der politischen Ökonomie zur Erklärung des Antisemitismus

Reihe intros. Einführungen in kritische Gesellschaftstheorie

Diskussionsveranstaltung am Freitag, 21. November 2014 / 19.00 Uhr / Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

Dass der moderne Antisemitismus als bürgerliche Basisideologie mit undurchschauter abstrakter Herrschaft in Zusammenhang steht, zeigt schon das Beispiel Karl Marx, der zunächst – in seiner „Judenfrage“ – es noch nicht vermochte, „hinter den Schein der bürgerlichen Gesellschaft, die Zirkulation, zu schauen“ (Detlev Claussen). Erst mit der Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten der Wert verwertenden Produktionsweise und hier vor allem des Fetischcharakters der Ware war es möglich, das Wesen hinter der Erscheinung und den Antisemitismus als wahnhafte oder extremste Form fetischistischen Bewusstseins zu kritisieren. Der ,Marxismus‘ fiel jedoch rasch hinter diesen Erkenntnisstand zurück: Der Antisemitismus verkam ihm zur Ideologie der Herrschenden, die soziale Wut auf die wieder mit der Zirkulation identifizierten Jüdinnen und Juden umlenken wollten. Oder er wurde als „Sozialismus der dummen Kerls“ (August Bebel), als Übergangstadium zur revolutionären Erkenntnis missverstanden. Genauso verbreitet und nicht minder falsch war der Glaube, dass der Antisemitismus als Kennzeichen vorkapitalistischer Gesellschaften mit diesen von alleine verschwinden werde und die Linke ihn nicht zu bekämpfen brauche. Die Veranstaltung soll einen Beitrag dazu leisten, Antisemitismus mit Hilfe der Marxschen Theorie zu fassen.

Kritische Antisemitismustheorien – Tagesseminar mit Heribert Schiedel     Samstag, 22. November 2014 Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

In diesem Tagesseminar sollen die Arbeiten Sigmund Freuds und der Kritischen Theorie zum Antisemitismus sowie deren Stärken, Schwächen und Weiterentwicklungen (von Otto Fenichel, Ernst Simmel, Jean-Paul Sartre, Moishe Postone u. a.) diskutiert werden. An Auschwitz, der präzedenzlosen Vernichtung um der Vernichtung willen, misst sich der Erklärungsgehalt jeder kritischen Theorie des Antisemitismus und der Gesellschaft, die ihn dauernd (re-)produziert. Vor diesem Hintergrund sollen die Leerstellen dieser Theorien benannt und mögliche Ergänzungen, insbesondere seitens der historischen Forschungen zum „deutschen Sonderweg”, gesucht werden.

Seminaranmeldung bitte unter: talpe@gmx.net

Heribert Schiedel ist Mitarbeiter im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) in Wien, Abteilung Rechtsextremismusforschung. Zuletzt veröffentlichte er ,,Extreme Rechte in Europa” (2011).

Eine Veranstaltung von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen und der Amadeu-Antonio-Stiftung.

80 Millionen Hooligans. Deutsche Zustände im Fokus antinationaler und antideutscher Kritik.

Tagesseminar mit associazione delle talpe am Samstag, 18. Oktober 2014

Als vor 25 Jahren mit dem Fall der Mauer das realsozialistische Experiment endete, geriet die Linke in all ihren Spielarten in eine tiefe Krise. Trotz rapide zunehmender gesellschaftlicher Marginalität machten die meisten dennoch weiter wie bisher. Auch die deutsche “Wiedervereinigung” und damit einhergehende nationalistische Pogrome konnten viele linke Gruppen nicht von ihrer Begeisterung für Volk und Massen abbringen. Zwar hatte bereits in den 1980ern Wolfgang Pohrt die deutsche Friedensbewegung als “nationale Erweckungsbewegung” kritisiert, war dabei aber vor allem auf vehemente Empörung gestossen. Die meisten Linken wollten Volk und Nation nicht der Rechten überlassen, sondern sahen diese vielmehr als Bezugspunkte im antiimperialistischen Kampf. In den 1990ern waren es zwar ebenfalls nur wenige, die sich kritisch mit bisherigen Essentials linker Bewegungspolitik wie Antiimperialismus, Antizionismus und Befreiungsnationalismus auseinandersetzten, aber der entstehenden antinationalen und antideutschen Linken gelang es mit ihren Kritiken zumindest, manche linke Gewissheiten in Frage zu stellen. Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus wurden nicht länger als simple Herrschaftsinstrumente zur Spaltung der vermeintlich rebellischen Massen mißverstanden und bagatellisiert, sondern als zentrale Elemente deutscher Zustände in den Fokus theoretischer Analysen und praktischer Kritik gerückt. Statt “dem Volke dienen” zu wollen, richtete sich linksradikale Politik nun auch gegen den deutschen Mob.

Das Tagesseminar ist als eine Einführung in die Geschichte der antinationalen und antideutschen Linken gedacht. Nach einer einleitenden Skizze zu Entstehung und Entwicklung der antinationalen und antideutschen Linken werden verschiedene kürzere Texte gemeinsam gelesen und diskutiert. Themen sind unter anderem die Kritik an der Friedensbewegung, die Debatten um Golf- und Jugoslawienkrieg, Antizionismus und Antisemitismus, nationalsozialistische Kontiuität sowie völkischer Nationalismus und Rassismus. Vorbereitende Lektüre wird nicht vorausgesetzt, ein Seminarreader ist geplant.

Eine Veranstaltung von c3. Anmeldungen unter c3@riseup.net