Sa.17-10-09: Intros.Kritik des Antizionismus.
Als Reaktion auf Pogrome im zaristischen Russland und andauernde antisemitische Ressentiments und Diskriminierungen in vielen europäischen Staaten entstand Ende des 19. Jahrhunderts die zionistische Bewegung. Angesichts der gesellschaftlichen Ignoranz (auch liberaler und linker Parteien) gegenüber Antisemitismus und später vor allem aufgrund der ausbleibenden Hilfe vor der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden erhofften sich die Zionist_innen in einer Welt voller Nationalstaaten eine unabhängige Zukunft in einem jüdischen Staat.
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Fr.25-09-09: Intros.Die Geschichte der antinationalen Linken.
Veranstaltung mit Thomas Ebermann
20 Uhr im Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen
‚Antinational’ und ‚antideutsch’ sind Modeworte der radikalen Linken, die mal mehr, oft weniger reflektiert benutzt werden. Sie dienen der identitären Selbstverortung sowie als Kampfbegriffe im allgemeinen ‚Szene-Bashing’. Ihre Bedeutung und ihre Historie verschwimmen dabei zusehends.

Mo.21-09-09: STILL NOT LOVIN’ GERMANY! Mobilisierungsveranstaltung in Bremen.
Theorie- und Mobilisierungsveranstaltung mit der Gruppe LeA [Leipziger Antifa]
um 19.30h im Infoladen Bremen [St.Pauli-Str.10]

Im Jahre 2009 feiert sich die deutsche Nation: 60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre „friedliche“ Revolution werden begangen. In diesen Feierlichkeiten vergewissert sich die deutsche Nation ihrer selbst, präsentiert sich als Nation der Moderne und bietet der Bevölkerung einen entspannten Nationalismus, ein entspanntes Gemeinschaftsgefühl an. Um diese Angebote machen zu können, wird zurechtgebogen, was nicht passen will und der deutsche Nationalismus rehabilitiert.
In der Veranstaltung wollen wir die deutschen Mythen der Nation destruieren, erklären, warum es sich bei der deutschen Geschichte nach 1945 nicht um eine Entwicklung von Freiheit, Demokratie und Wohlstand handelt oder um eine weitgehend normalisierte Nation in der internationalen Standortkonkurrenz. Und wir wollen darlegen, warum auch 2009 weder Deutschland noch Nation allgemein für positive Bezugnahmen oder ein entspanntes Zurücklehnen geeignet sind.
Der Link zur Mobiseite: http://antide2009.blogsport.de
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19+20-09-09: Die Russische Revolution und ihre Folgen
Wochenendseminar mit Bini Adamczak (Berlin)
im Infoladen Bremen.
Müde von der Brutalität des Ersten Weltkrieges und der zaristischen Despotie stürzten im Oktober 1917 Arbeiter_innen, Bäuer_innen und Soldat_innen unter der Parole „Brot, Land und Frieden“ die Herrschaft des Zaren. Mit diesem Staatsstreich feierten Lenin und die Bolschewiki die Premiere einer kommunistischen Revolution, auf die ihre Genoss_innen im Westen weiter sehnsüchtig warteten. Die Russische Revolution wurde rasch zum Fixpunkt der kommunistischen Parteien weltweit und diente deren revolutionären Bemühungen als Modell. Aber auch verschiedenen antikolonialen Bewegungen war die Sowjetunion ein Vorbild an unabhängiger Entwicklung und Industrialisierung.
Gegen eine simple Übernahme und Nachahmung der Erfahrungen der Russischen Revolution auf vollkommen andere gesellschaftliche Verhältnisse (feudale und agrarische Verhältnisse in Russland, entwickelte Industriegesellschaften in Europa und den USA) regte sich aber auch bald Kritik u.a. von ratekommunistischen Gruppen. Diese forderten Spontanität und Autonomie von Bewegungen anstelle von Avantgardekonzepten, basisdemokratische Diskussion statt autoritärer Parteihierarchie und Selbstverwaltung von Produktion und Verteilung statt staatlicher Planung, Arbeitszwang und Militarisierung der Arbeit. Lenins Pamphlet „Linksradikalismus. Die Kinderkrankheit des Kommunismus“ war die Antwort auf diese Kritiken und gilt seitdem als Handbuch des Stalinismus.
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So. 30-08-09: Radtour. Jüdisches Leben in Bremen.
Eine thematische Fahrradtour mit Joachim Bellgart
Die Beispiele, wo jüdisches Leben in Bremen besonders sichtbar wird liegen eher außerhalb der Innenstadt. Deshalb laden wir zu einer Fahrradtour ein, die einige dieser Orte besuchen wird. Zwischen dem judischen Friedhof in der Deichbruchstraße in Hastedt und dem ehemaligen jüdischen Altersheim in Gröpelingen liegen Stationen, die zeigen, dass jüdisches Leben in Bremen nicht nur Geschichte ist und dass es weit mehr als eine Leidensgeschichte ist, die nach Auschwitz führte. Gleichzeitig werden wir sehen, wie der Nationalsozialismus auch einen Teil der bremischen Geschichte und des bremischen Stadtbildes vernichtet hat.
Joachim Bellgart führt in Bremen thematische Stadtführungen durch.
Die Tour geht über 12 km und dauert etwa 3 Stunden. Bei Regen verschiebt sie sich um genau eine Woche.
Da der jüdische Friedhof ein sakraler Ort ist, bitten wir die Männer eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Start: 15Uhr am jüdischen Friedhof (Hastedt, Deichbruchstraße)
Kurzfristige Änderungen werden wir auf unserer Homepage bekanntgeben.
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Do.11-06-09: Auswärtsspiel der Associazione#2
Eine Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit associazione delle talpe aus Bremen
Veranstalter_innen: Antifa [rk] Wunstorf & Kritische Initiative Schaumburg [K.I.S.]
um 20.00 Uhr in Wunstorf, Kultur- und Kommunikationszentrum Wohnwelt, Bahnhofstraße 93
Die Kritik an den Zumutungen kapitalistischer Verhältnisse ist mit dem Abbau sozialstaatlicher Standards und der Finanzkrise wieder populärer geworden. Doch was dabei aber unter Antikapitalismus konkret verstanden wird, variiert enorm. Um die bestehenden Verhältnisse zum Besseren zu verändern, bedarf es zuerst ihrer Analyse. Denn Unzufriedenheit und spontaner Protest allein haben dies bisher nicht vermocht.
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Di.09-06-09: Fragwürdige Traditionslinien.
Stauffenberg und der 20. Juli 1944 im deutschen Erinnerungsdiskurs
um 20 Uhr Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen
mit N.N., Gruppe never going home (Berlin)

Der Film „Valkyrie“ (Bryan Singer 2008) hat nicht nur in Deutschland zu erneuten Debatten um das Attentat des 20. Juli 1944 geführt. Dabei lässt sich längst belegen, dass diejenigen, die den Kopf Hitlers forderten, selbst stramme Nazis waren. Die Gruppe never going home aus Berlin zeigt, wie sich das Attentat von Stauffenberg und seinen Kameraden im deutschen Erinnerungsdiskurs vom „Landesverrat“ zu einem nationalen Mythos und einem „Aufstand des Gewissens“ wandelte.
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Sa.23-05-09:Intros. Kritische Theorie gestern und heute.
Intros: Einführungen in kritsche Gesellschaftstheorie
Tagesseminar mit Jan Sparsam und Oliver Barth
im Infoladen Bremen, St.Pauli-Str.10-12

Die Kritische Theorie der „Frankfurter Schule” mit ihren schillernden Vertretern, wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse, war weltweit eine der Hauptreferenzen der Studentenunruhen der Spätsechziger Jahre und ging so in die Gründungsakte der Neuen Linken ein. Wenngleich Kritische Theorie bis heute mit Begriffen wie gesellschaftliche Totalität, Kulturindustrie, autoritärer Charakter und sekundärer Antisemitismus Bezugspunkt linker Kritik geblieben ist, spürt man auch hier Tendenzen, sie — wie es im akademischen Betrieb geschieht — auf das Abstellgleis der „Klassikerlektüre” zu stellen, sie als philosophischen Steinbruch zu zweckentfremden oder sie politikwissenschaftlich als Gründungsväter einer, der geschichtlichen Schuld geläuterten Bundesrepublik zu harmonisieren.
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Do. 16-04-09: cine rosso “Warum Israel”
Am Do. den 16-04-09 zeigen wir um 19:30h den Film “Warum Israel” von Claude Lanzmann im Zakk (Sielpfad 11). [Vereinsveranstaltung]
“…Claude Lanzmann – sein Name ist verbunden mit dem neunstündigen Doku-Epos »Shoah« (1985), in dem er Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen an den Holocaust befragt. Sein erster Film aus dem Jahr 1972 beschäftigt sich mit dem Staat Israel und seinem Selbstverständnis, seinem religiösen und politischen Fundament und seinen Bürgern. »Pourquoi Israël« erscheint zum 60. Jahrestag der Staatsgründung in Deutschland auf DVD…
…Kann es so etwas wie Normalität in einem Land wie Israel geben? Was ist das überhaupt, Normalität? Oder jüdische Identität? Dies sind die zentralen Fragen, denen er in einem Mosaik aus Interviews mit den unterschiedlichsten israelischen Staatsbürgern nachzugehen versucht. Und die Antworten sind so widersprüchlich und unterschiedlich, wie es zu erwarten ist in einem Land, das noch so jung und doch so beladen mit Geschichte ist, dessen Bevölkerung aus über 75 Ländern und Kulturen stammt und das sich in einem steten Wandel befindet. Einig sind sie sich alle jedoch in einem Punkt: Die Normalität Israels ist das eigentlich Anormale…” [aus Jungle World 19-2008]
Filmvorführung | Mit Tag(s) versehen: cine rosso, Claude Lanzmann, Israel |
Do.26-03-09: Krise, Staat und emanzipatorische Intervention
Diskussionsveranstaltung mit Heide Gerstenberger und John Kannankulam
20 Uhr im Infoladen Bremen, St. Pauli-Str. 10-12
In Zeiten der aktuellen Krise, die nicht nur eine Finanzkrise, sondern auch eine Legitimationskrise einer bislang hegemonialen neoliberalen Herrschaftsstrategie ist, werden verschiedene Varianten staatlicher Intervention diskutiert. Die Veranstaltung soll nun einerseits die verschiedenen Interventionsmöglichkeiten des Staates vorstellen, andererseits aber auch die Konsequenzen diskutieren, welche die Krise und staatliches Krisenmanagement für eine emanzipatorische Praxis der Linken haben. So bietet die aktuelle Krise als Übergangsphase zwischen einer diskreditierten neoliberalen Herrschaftslegitimation und einer noch nicht durchgesetzten neuen Regulationsstrategie das Potential, einer marxistischen Kritik der herrschenden Verhältnisse eine größere Resonanz zu bieten. Daher wäre es eine Form von emanzipatorischer Intervention, in verschiedenen Bewegungen und Debatten den Horizont der Auseinandersetzung zu erweitern. Also statt um über mehr oder weniger Keynesianismus oder alternative Konjunkturprogramme zu diskutieren stärker für Verhältnisse zu streiten, die der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse und nicht der permanenten Kapitalakkumulation dienen.
21.+22.03.09: Intros. Geschichte und Theorie der Situationistischen Internationale
Intros: Einführungen in kritsche Gesellschaftstheorie
Biene Baumeister / Zwi Negator
Wochenendseminar zur Einführung am 21. -22. März 2009 im Infoladen Bremen
Ende der 1950er entstand die Situationistische Internationale SI um Guy Debord und Raoul Vaneigem, die für die Bewegung der Fabrik- und Universitätsbesetzungen des französischen Mai 1968 eine wichtige Rolle spielte. Mit ihrer „Kritik des Spektakels” bemühte sich die SI darum, einen kritischen Begriff von Architektur, Kunst und Kultur zu formulieren.

Neben ihren kritischen Interventionen in Kunst und Kultur galt die Kritik der SI traditionellen linken Bewegungen wie der Sozialdemokratie, dem Stalinismus und den verschiedenen nationalen Befreiungsbewegungen mit dem Ziel einer emanzipatorischen Weiterentwicklung bisheriger Revolutionstheorien. Den Rest des Beitrags lesen »
28-02/01-03-09 Wochenendseminar zum Kapital. Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx. Band 1
mit Michael Heinrich (Berlin)
Die Kritik an den Zumutungen kapitalistischer Verhältnisse ist mit dem Abbau sozialstaatlicher Standards und der Finanzkrise wieder populärer geworden. Doch was dabei aber unter Antikapitalismus konkret verstanden wird, variiert enorm. Um die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse in emanzipatorischer Weise transformieren zu können, bedarf es daher zuerst ihrer Analyse. Denn Unzufriedenheit und spontaner Protest allein haben die Verhältnisse bisher kaum zum besseren verändert. Den Rest des Beitrags lesen »
Fr. 20-02-09: bar rosso. cultural reeducation.
Nach der Bini Adamczak-Lesung die zweite bar rosso. Rudimentär, chic durch die Nacht mit der Associazione.
Zakk. 22.30h. Vereinsveranstaltung.
Fr. 20-02-09: Gestern Morgen. Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster … und die Rekonstruktion der Zukunft.
Buchpräsentation mit Bini Adamczak
20h. ZAKK. Sielpfad 11. Vereinsveranstaltung
In ihrem aktuellen Buch unternimmt Bini Adamczak den Versuch, eine kommunistische Begierde nach emanzipatorischeren gesellschaftlichen Verhältnissen zu rekonstruieren. So bürstet sie Geschichte des Kommunismus am Beispiel der Russischen Revolution und der Entwicklung der Sowjetunion von 1917 bis 1939 gegen den Strich. Dabei widmet sie sich dem Scheitern revolutionärer Ambitionen und der damit verbundenen Resignation vieler Kommunist_innen, welche bald auf die anfängliche Hoffnung der siegreichen Russischen Revolution folgten. Beginnend mit der Auslieferung kommunistischer, antifaschistischer und jüdischer Menschen durch die Sowjetunion an das nationalsozialistische Deutschland 1939 zeichnet sie rückwärts gehend das Scheitern der Russischen Revolution als emanzipatorisches Projekt nach. In seiner Auseinandersetzung mit enttäuschten revolutionären Hoffnungen leistet das Buch gewissermaßen Trauerarbeit. Denn einer Bewältigung dieser enttäuschten Hoffnungen bedarf es, um heute eine kommunistische Begierde zu entwerfen, die frei von Revolutionsromantik und autoritärem Stalinismus ist.
Buchpräsentation | Mit Tag(s) versehen: Bini Adamczak, Geschichte, Kommunismus, Realsozialismus |
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13+14-02-09: Dresden redemontieren! Naziaufmarsch verhindern!
Auf nach Dresden! Check out: http://dresden09.wordpress.com/
Auf der Seite gibt es alle relevanten Informationen für Bremer Genoss_innen, wie Busticketverkauf, Vorbereitungstreffen…
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Action | Mit Tag(s) versehen: Action, Aufarbeitung, Gedenken, Nazis |
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23-01-09: Auswärtsspiel der Associazione in Bückeburg
Infoveranstaltung: Den Wahn entlarven! Kritik des Antisemitismus. Eine Einführung.
23.01.2009 // Bückeburg // 19.00 Uhr // Infoladen (Fürst-Ernst-Str. 9)
check out: http://kis.blogsport.de/2009/01/17/wider-dem-antisemitischen-wahn/
Veröffentlicht in Einführung, Veranstaltung | Schlagworte: Antisemitismus, Einführung
Fr.23-01-09: Marx im Westen. Die Neue Marx-Lektüre in der Bundesrepublik seit 1965.
Buchpräsentation und Diskussionsveranstaltung mit Ingo Elbe (rote ruhr uni bochum)
Über Jahrzehnte beanspruchten die Diskurse des östlichen staatsoffiziellen Marxismus sowie des westlichen Antikommunismus die nahezu uneingeschränkte Definitionsmacht über das, was gemeinhin als ‚Marxsche Theorie’ oder ‚wissenschaftlicher Sozialismus’ zu gelten hatte. Dagegen machte sich ab Mitte der 1960er Jahre eine neue Lektüre-Bewegung vor allem in der Bundesrepublik daran, die originellen wissenschaftlichen Gehalte des Marxschen Denkens zu entdecken. Der Rezeptionsschutt der vorangegangenen 100 Jahre sollte endlich weggeräumt werden, um für die Rekonstruktion einer kritischen Gesellschaftstheorie Platz zu schaffen.
Veröffentlicht in Buchpräsentation, Diskussionsveranstaltung | Schlagworte: Ingo Elbe, Marx, Marxistische_Theorie
Di.06-01-09, 20h, Paradox: The Great Dresden Swindle
mit Gunnar Schubert
Achtung! Wegen kaputter Heizung im Infoladen ist die Veranstaltung ins “Paradox”, Bernhardstr. 12 verlegt!
Anlass der Veranstaltung ist der nahende 13. Februar 2009, um den herum Dresden wieder einmal Schauplatz des größten regelmäßigen Naziaufmarschs der BRD sein wird. Ein breites Bündnis von NPD bis zu den Autonomen Nationalisten ruft zu einem „Trauermarsch” im „Gedenken an den alliierten Bombenholocaust” auf. Im selben Zeitraum werden auch mehrere zehntausend DresdnerInnen den Opfern der Bombenangriffe gedenken, die Opfer der Nazis jedoch in ihr Gedenken mit einschließen und wahrscheinlich auch die Toten von Hiroshima. Die auf „Versöhnung” ausgelegte Idee einer großen Opfergemeinschaft verwischt den Kontext des Zweiten Weltkriegs, die Parameter von Ursache und Schuld. An dem Wochenende werden die verschiedenen Lügen und Mythen rund um die Bombenangriffe nicht nur auf der Nazi-Demo, sondern bis weit in die bürgerliche Gedenkveranstaltung kolportiert. Schubert lebt schon viele Jahre in Dresden, “der weltlichen Vorhölle, dem Sendegebiet des MDR” (aus dem Klappentext) und ist profunder Kenner der ‘Dresden’-Materie. Auf der Grundlage seines Buchs wird er die Geschichte des Great Dresden Swindle und dessen ganz unterschiedlicher Akteure nachzeichnen.
Veröffentlicht in Veranstaltung | Schlagworte: Aufarbeitung, Gunnar Schubert, Nationalsozialismus, Nazis
Fr.28-11 BAR ROSSO
Am Freitag nach der Ebbrecht-Veranstaltung lädt die Associazione zur Bar Rosso ins Zakk ( Sielpfad 11) mit ausgewählter Musik und Cocktails. Los gehts ab 23h…(der Abend ist natürlich eine Vereinsveranstaltung)
„Ich hätte nicht geglaubt, wozu die Deutschen fähig sind.“ Veranstaltungsreihe in Gedenken der Novemberpogrome von 1938
In der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 wies der Chef der Sicherheitspolizei, Reinhard Heydrich, Einheiten im gesamten Reichsgebiet zur organisierten Verwüstung und Zerstörung von Synagogen, jüdischen Geschäften und Privatwohnungen an. Was als spontane Äußerung des „deutschen Volkszorns“ auf den in Paris von Herschel Grynszpan ermordeten deutschen Regierungsbeamten Ernst vom Rath deklariert wurde, bedeutete nichts anderes als die letztmögliche Stufe der sukzessiven Herausdrängung von Jüdinnen und Juden aus der deutschen Gesellschaft. In dieser und den folgenden Nächten fielen den marodierenden Banden neben tausenden jüdischer Geschäfte, Hunderte von Synagogen beinahe 100 jüdische MitbürgerInnen zum Opfer, weitere 25000 wurden verhaftet und Konzentrationslager deportiert. Auch in Bremen wurde die damals im Schnoor gelegene Synagoge abgebrannt und fünf der ca. 1.300 jüdischen Gemeindemitglieder wurden ermordet.
Lies mehr…Veröffentlicht in Veranstaltungsreihe | Schlagworte: Antisemitsmus, Nationalsozialismus, Reichspogromnacht
Im Zeichen des Opfers. Zum Stand der deutschen Vergangenheitsbewältigung
Ein Vortrag mit Filmbeispielen mit Tobias Ebbrecht.
am Fr, den 28.11.08 um 19.30 Uhr in der Villa Ichon, Goetheplatz 4, Bremen
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 9.November.
Der Umgang mit der Nazivergangenheit in Deutschland hat in den letzten 15 Jahren eine vollständige Umwertung erfahren, die in engem Zusammenhang mit einer zentralen Perspektivenverschiebung innerhalb der deutschen Gedenkkultur steht. Seitdem die deutschen Verbrechen als exklusives Erbe in die neue nationale Identität integriert wurden, kann umso befreiter ein Opferselbstbild kultiviert werden, das Elemente und Versatzstücke des Gedenkens an die Shoah integriert und umwertet. Es handelt sich um eine deutsche Viktimisierung nach der Auseinandersetzung mit Auschwitz. 63 Jahre nach der Kapitualtion fühlt man sich selbstbewusst als Opfer von Reeducation und Amerikanisierung und pflegt eine Kultur des Opfers, die im weltweiten Dschihadismus längst ihr mörderisches Pendant besitzt.
Antisemitismus und Geschlecht (AUSGEFALLEN!)
Da die Referentin erkrankt war, ist diese Veranstaltung ausgefallen. Ob und wann wir das nachholen ist noch unklar.
Wer sich trotzdem mit der Thematik beschäftigen will, für den haben wir den Text “Decadence naturell” von Bini Adamzcak zum Download bereit gestellt. Dort wird in weitestem Sinne erklärt, wie Antisemitismus und Geschlecht gekoppelt sind, ebenso werden rassistische Bildkonstrukte den antisemitischen entgegengestellt. Hier der Link: http://rapidshare.com/files/165683816/d_cadence_naturelle.doc
Zu empfehlen sind weiterhin das Buch der Gender Killer ( Antisemitismus und Geschlecht.Von „effeminierten Juden“, „maskulinisierten Jüdinnen“ und anderen Geschlechterbildern. Unrast Verlag) und einige Texte aus “Die Macht der Bilder” ( Katalog zur Ausstellung im jüdischen Museum Wien, Picus Verlag, 1995) Lies mehr…
Veröffentlicht in Einführung, Vortrag | Schlagworte: A.G.gender killer, Antisemitismus, Geschlecht, Nationalsozialismus
Ausstellung „Die Pogromnacht 1938 in Bremen” & Film „Die Feuerprobe – Novemberpogrom 1938″
am Mi, den 12.11.08 ab 19 Uhr Ausstellung & um 20 Uhr Filmvorführung im Zucker / Nook, Friedrich-Rauers-Str.10, Bremen, Veranstaltet von Abenteuer & Freiheit
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 9.November.
Veröffentlicht in Ausstellung, Filmvorführung | Schlagworte: Abenteuer & Freiheit, Bremen, Erinnerung, Nationalsozialismus, Reichspogromnacht
Stadtspaziergang: Das November-Pogrom von 1938 in Bremen
Ein Stadtrundgang mit Joachim Bellgart zu Leben und Verfolgung der Bremer Jüd_innen
am Sa, den 8.11.08 um 14Uhr ab Obernstr./ Ecke Sögestr., Bremen, Dauer: ca. 1 ¾ Stunde
Bei diesem Stadtrundgang geht es um den 9.11.1938 in Bremen, um seine Vor- und Nachgeschichte. Gezeigt wird die Geschichte von Jüd_innen in Bremen und ihre Spuren, die sie in dieser Stadt hinterließen. Wir werden Orte ihrer Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus aufsuchen, die mit dem 9.11. nur ihren vorläufigen Höhepunkt nahm. Zu guter letzt werden wir uns auch mit den Hinterlassenschaften der Täter_innen beschäftigen.
Veröffentlicht in Stadtspaziergang | Schlagworte: Antisemitismus, Bremen, Joachim Bellgart, Nationalsozialismus, Reichspogromnacht, Stadtgeschichte
Der 9. November – „Reichskristallnacht“ oder Novemberpogrom
Ein Vortrag mit Detlev Claussen
am Di, den 21.10.08 um 19.30 Uhr in der „Plantage 13″, Bremen
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 9.November.
Die Benennung des 9. November als „Novemberpogrom” gehört zur Geschichte der Bundesrepublik, genauer gesagt zur späten Geschichte Westdeutschlands der 80er Jahre – einer der jüngeren Versuche der „Bewältigung von Vergangenheit”. Weiterlesen →
Einführung in die Kritik des Antisemitismus
Den Wahn entlarven!
ferent_innen von associazione delle talpe
18. Oktober 2008 von 11 bis 16 Uhr im Infoladen Bremen / St. Pauli Str. 10-12
Mit dem Ausspruch „Die Juden sind unser Unglück.“ lieferte Heinrich von Treitschke 1879 die Leitparole für den modernen Antisemitismus.
Eingeordnet unter Einführung
Schlagworte: Antisemitismus, Intros, Einführung
Einführung zu Geschichte, Theorie und Rezeption des Operaismus
Vogliamo tutto! Wir wollen alles!
Eine Einführung in die Geschichte der italienischen Autonomia und die Theorie und Kritik des Operaismus
Bernd Hüttner und Referent von assocaizione delle talpe
Tagesseminar am Samstag 27. September 2008 / Bremen
Seit jeher gilt Italien als Projektionsfläche diverser Träume und Wünsche. Für die einen sind die Strände der Adria,für andere Kunst und Kultur und wieder andere schwärmen von den kulinarischen Reizen wie Pizza, Pasta und Tiramisu. Auch die deutsche Linke schaut seit jeher gern mit träumerischem Blick gen Süden. Die Geschichte der Resistenza, die vergangene Stärke der Kommunistischen Partei, die in zahlreichen Dörfern und Städten die Bürgermeister stellte, kämpferische Gewerkschaften und häufige Streiks, besetzte Zentren und eine militante autonome Linke – praktisch alle Facetten der Linken fanden und finden in Italien, was sie hierzulande meist vermiss(t)en.
Eingeordnet unter Einführung, Seminar
Schlagworte: Autonomia, Biomacht, Empire, Globalisierungskritik, Intros, Italien, Linke, Marxismus, Multitude, Operaismus, Postoperaismus, Soziale_Bewegungen
Globalisierungskritik und Antikapitalismus von Neonazis.
Völkischer Antikapitalismus.
Referentin von Theorie. Organisation. Praxis (TOP) Berlin
Do. 11. September 2008 / 19.30 Uhr imInfoladen Bremen / St.-Paulistr. 10-12
Neonazis beteiligen sich an Protesten gegen die Hartz-IV-Gesetze und mobilisieren in globalisierungskritischer Manier gegen den G8-Gipfel. „Autonome“ und „freie“ Nationalisten skandieren antikapitalistische Parolen auf ihren Demonstrationen und fordern auf ihren Transparenten „Revolution!“.
Eingeordnet unter Vortrag
Schlagworte: Antikapitalismus, Antisemitismus, Intros, Kapitalismus, Nationalsozialismus
Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
Das Kapital von Karl Marx
„..das furchtbarste Missile, das den Bürgern (Grundeigentümer eingeschlossen) noch an den Kopf geschleudert worden ist“
Ingo Stützle (Berlin) / 6. – 7. September 2008 / Bremen
Die Zumutungen kapitalistischer Verhältnisse fordern permanent Kritik heraus. Anstatt dass Arbeitsteilung, technische Innovationen und moderne Transport- und Kommunikationsmittel der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse zugute kommen, dienen sie der fortwährenden Kapitalakkumulation. Anstelle den gesellschaftlichen Reichtum für ein luxuriöses Leben für alle Menschen zu nutzen, zwingt die kapitalistische Konkurrenz die Menschen, ihre Arbeitskraft zu fast jeden Bedingungen anzubieten.
Reine Spekulationssache?
Eine Einführung zu den Institutionen und Logiken der Finanzsphäre
mit Michael Heinrich
Freitag, den 27. Juni 2008, 20 Uhr, Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen
„Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten. Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter.“ (Franz Müntefering, SPD)
Als vor einigen Jahren US-amerikanische Hedge Fonds verschiedene deutsche Unternehmen übernehmen wollten, um sie nach erfolgreicher Umstrukturierung inklusive Entlassungen mit Gewinn weiterzuverkaufen, erregte dies massive Empörung. Die Assoziation dieser Investmentfonds mit Heuschreckenschwärmen durch den damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering genießt seitdem große Popularität. In einem solchen diffusen Antikapitalismus manifestiert sich die Vorstellung eines Gegensatzes von einer stabilen und verantwortungsvollen Marktwirtschaft und einem krisenhaften und skrupellosen „Raubtierkapitalismus“ in Gestalt von Banken und Börsenspekulant_innen. Kritiker_innen dieses Vergleichs monieren aber, daß alle Finanzinvestitionen und -spekulationen nach den gleichen Prinzipien der Konkurrenz und des Zwangs zur Kapitalakkumulation funktionieren, wie sie auch in der Produktionssphäre gelten. Außerdem zeichne sich die kapitalistische Ökonomie eben als Ensemble von Produktions- und Zirkulationssphäre aus. Weiterlesen →
Staat und Globalisierung. Zur Aktualität materialistischer Staatskritik
Podiumsdiskussion am Freitag 29. Februar 2008 / 20 Uhr; Tagesseminar am Samstag 1. März 2008 / 12 – 19 Uhr Beide Veranstaltungen im Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10-12
mit Ingo Elbe (rote ruhr uni Bochum) / Ingo Stützle (Berlin) / Heide Gerstenberger (Universität Bremen)
In den aktuellen Debatten um Globalisierung wird meist eine Transformation staatlicher Souveränität und eine Verlagerung hin zu supranationalen Institutionen wie IWF, WTO, Weltbank etc. konstatiert. Globalisierungskritische Akteur_innen wie nicht nur attac fordern vor diesem Hintergrund eine stärkere staatliche Intervention und Regulation ökonomischer Prozesse. Aber auch antirassistische und linksradikale Globalisierungskritiker_innen beziehen sich mit ihren Forderungen nach „globalen sozialen Rechten“ wie dem Recht auf Bewegungsfreiheit, Recht auf Ernährungssouveränität, Existenzgeld etc. auf einen staatlichen Souverän, den es zur Gewährung und zukünftigen Garantie dieser erwünschten Rechte bedarf. Weiterlesen →
Eingeordnet unter Podiumsdiskussion, Seminar
Schlagworte: Kapitalismus, Staat, Globalisierungskritik, Staatstheorie, der kommunistische Salon
Entschwörungstheorie – Niemand regiert die Welt
Buchvorstellung mit Daniel Kulla
Freitag 22.2.2008, 20.30 Uhr, ZAKK, Sielpfad 11, 28203 Bremen
Bei Daniel Kullas „Entschwörungstheorie“ handelt es sich ebenso wenig wie bei Verschwörungstheorie um eine wissenschaftliche Theorie. Es wird vielmehr um eine aufklärerische Strategie gehen, die das Problem des Verschwörungsdenkens besser als bisher zu fassen bekommen soll. Dazu wird zu unterscheiden sein zwischen US-amerikanischem Verschwörungspop wie etwa „Akte X“ und der eigentlich gefährlichen Verschwörungsideologie, dem Konspirationismus; zwischen den Verschwörungstheoretikern, den Kolportierenden und der davon beeinflußten Öffentlichkeit; zwischen den konkreten Inhalten der Verschwörungstheorien und den Schnittstellen zu anderen Ideologien. Weiterlesen →
Eingeordnet unter Vortrag
Schlagworte: Soziale_Bewegungen, Verschwörungstheorie, Konspirationismus, der kommunistische Salon
Zur Kritik der Bewegungstheorie von Hardt/Negri und Holloway
Diskussionsveranstaltung mit Fabian Kettner (rote ruhr uni Bochum)
8. Februar 2008 / 20 Uhr / Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10-12
„Der Kommunismus ist einfach. Jeder kann ihn verstehen.“ (Donald Duck, Lustiges Taschenbuch Nr. 124, Sindelfingen 1989, S. 12)
„Wir leben bereits im Kommunismus.“ (Antonio Negri)
Mit den Protesten gegen die diversen Gipfeltreffen von WTO, IWF und G8 in Seattle, Prag und Genua schien seit Ende der 1990er Jahre die linke Tristesse seit dem Ende des Realsozialismus vergangen. Nicht länger nur in marginalen Zirkeln der radikalen Linken wurde über eine emanzipatorische Transformation der herrschenden Verhältnisse diskutiert, auch im bürgerlichen Feuilleton wurde Antikapitalismus wieder en vogue. Vor allem das Werk „Empire“ von Michael Hardt/Antonio Negri avancierte dabei zur viel diskutierten theoretischen Referenz der Globalisierungskritik. Ähnlich wie John Holloway mit seinem Buch „Die Welt verändern, ohne die Macht zu ergreifen“ versuchen die in der Tradition des Postoperaismus stehenden Autoren mit ihrer Analyse der gegenwärtigen kapitalistischen Verhältnisse die Beschränkungen des traditionellen Marxismus zu überwinden. Weiterlesen →
Eingeordnet unter Vortrag
Schlagworte: der kommunistische Salon, Emanzipation, Empire, Globalisierungskritik, Holloway, Kapitalismus, Marxismus, Marxistische_Theorie, Multitude, Operaismus, Postoperaismus
Halbmond und Hakenkreuz. Das “Dritte Reich”, die Araber und Palästina
Mit Martin Cüppers
Freitag, 9. November 2007, 20 Uhr, Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen
Martin Cüppers referiert zum 2006 erschienen Buch: „Halbmond und Hakenkreuz. Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina“, welches er gemeinsam mit Klaus Michael Mallmann herausbrachte. Martin Cüppers und Klaus Michael Mallmann haben erstmals deutsche Quellen ausgewertet, die in der deutschsprachigen Forschung kaum erschlossen sind. Hauptgegenstand der Untersuchung ist die Beziehung der arabischen und insbesondere der palästinensischen Nationalbewegung zu Nazideutschland in den 30er und 40er Jahren. Den Autoren ist es gelungen nachzuweisen, dass es im Nahen und Mittleren Osten breite Sympathien für das Dritte Reich gab und von welchem eliminatorischen Antisemitismus der Großmufti, der sich ab November 1941 in Berlin im Exil aufhielt, getrieben war. Weiterlesen →
Eingeordnet unter Vortrag
Schlagworte: Antisemitismus, Nationalsozialismus, Palästina, Araber, Großmufti
Die Welt verändern, ohne die Macht zu ergreifen
Revolution als Fetischkritik und Selbstemanzipation. Eine Einführung in Open Marxism und die Diskussion um John Holloway
Mit Lars Stubbe und Marcel Stoetzler
Dienstag, 23. Oktober 2007, 20 Uhr Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen
In seinem in der internationalen radikalen Linken breit diskutierten Buch „Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen“ formuliert John Holloway eine fundierte Kritik an Theorie und Praxis des traditionellen Marxismus. Soziale Bewegungen, die für die emanzipatorische Überwindung von Kapital, Staat und identitärem Denken kämpfen, müssten sich von Etatismus, Klassenreduktionismus und Partei- und Avantgardekonzepten verabschieden. Eine kommunistische Transformation der Gesellschaft kann nicht als Gegenmacht zu aktuellen Machtverhältnissen, sondern nur als deren Negation und Anti-Macht gedacht werden. Weiterlesen →
Eingeordnet unter Vortrag
Schlagworte: Emanzipation, Fetischkritik, Holloway, Kapital, Kommunismus, Marxismus, Marxistische_Theorie, Negativität, Revolution, Staat
Revolutionstheorie und ihre Kritik. Von Marx bis Holloway.
Eine Einführung in die zentralen Thesen der Marxschen Revolutionstheorie und ihre Rezeption in der radikalen Linken.
Mit Ingo Elbe (rote ruhr uni Bochum)
5. Oktober 2007, 20 Uhr Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen
Anstelle reformistischer Korrekturen der bestehenden Verhältnisse fordert die radikale Linke gern mit militanter Rhetorik und großem Pathos deren revolutionäre Überwindung. Was unter Revolution aber genau verstanden wird, variiert dabei sowohl in der Geschichte der radikalen Linken wie in ihren verschiedenen aktuellen Varianten. Das umfangreiche und in sich stellenweise auch widersprüchliche Marxsche Werk bietet an verschiedenen Stellen Elemente einer Revolutionstheorie.
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Eingeordnet unter Einführung, Vortrag
Schlagworte: Holloway, Kapital, Kapitalismus, Klassenkampf, Kritik_der_politischen_Ökonomie, Marx, Marxistische_Theorie, Operaismus, Partei, Revolution, Staat, Wert
Universalistischer Rassismus, getarnt als “Islamismuskritik”?
Die aktuellen Debatten um Islamismus und der postkoloniale Antirassismus
Vortrag und Diskussion mit Udo Wolter
Freitag 15.6.2007, 20 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Im Gefolge der Anschläge vom 11.9.2001 auf das World Trade Center in New York und weiterer Anschläge in Europa hat die Skandalisierung von Gewaltverhältnissen gegenüber Frauen in islamisch-migrantischen Communities und die Fokussierung auf Islamismus Eingang in einen rassistischen Diskurs gefunden. Weiterlesen →
Schlagworte: Antirassismus, Frauen, Integrationsdebatte, Islamismus, Migranten
Dabeisein ist nicht alles. Über Globalisierung, den G8-Gipfel und die Kritik daran
Dabeisein ist nicht alles. Über Globalisierungskritik, den G8-Gipfel und die Kritik daran.
„Die deutsche radikale Linke scheint in ihrem Element: Aufrufe zu den Protesten gegen den G8-Gipfel in Rostock/Heiligendamm stehen an. Konferenzen haben bereits stattgefunden, Flugblätter kursieren, und erste Plakate und Aufkleber hängen an den Häuserwänden. Verschiedene Bündnisse haben sich gebildet (…), die den „Herrschenden“ in diesem Jahr den Garaus machen wollen.“ (TOP Berlin in: jungle world,
1 / 2007). Die Gruppe Theorie. Organisation. Praxis (TOP) aus Berlin mobilisiert im Rahmen des „…ums Ganze“ Bündnisses zu den Aktionen gegen den Gipfel in Heiligendamm. Doch da „ohne radikale Kritik Praxis nichts als Aktivismus“ (ebenda) ist, soll die Veranstaltung nur begrenzt Mobilisierungscharakter haben, und vielmehr Gründe für eine kritische Intervention vorstellen. Vorrangig geht es den Referent_innen um eine fundierte Analyse und Kritik aktueller globaler kapitalistischer Verhältnisse sowie um eine Auseinandersetzung mit den relevanten globalisierungskritischen Positionen.
Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Initiative Bremen in Kooperation mit associazione delle talpe.
Einführung in die materialistische Staatstheorie
Ingo Elbe (Bochum) / 10. – 11. März 2007 Wochenendseminar in Bremen
Inhalt des Seminars sind verschiedene Tendenzen neuerer marxistischer Staatstheorie. In drei Themenkomplexen werden die zentralen Thesen marxistischer Theorie zum Begriff des Staates präsentiert. Themen sind Staatstheorie bei Lenin (Staat als Instrument der herrschenden Klasse), relationale Staatstheorie bei Antonio Gramsci, Louis Althusser und Nicos Poulantzas (Staat als materielle Verdichtung von Kräfteverhältnissen) sowie die Reflexionen von Eugen Paschukanis über den Staat als Rechtsform und die daran anknüpfende Staatsableitungsdebatte.
Ingo Elbe ist Mitglied der Initiative rote ruhr uni Bochum.
Das Seminar wird veranstaltet von assocaizione delle talpe in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative Bremen. Die Teilnahme ist begrenzt auf maximal 20 TeilnehmerInnen.
