Oktober 28, 2009
Im Herbst 2008 realisierte – Associazione delle talpe – eine mehrwöchige Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938 mit dem Titel „Ich hätte nicht geglaubt, wozu die Deutschen fähig sind“. Zeitgleich entstand eine Ausstellung, welche nun auch als Broschüre vorliegt. In Text und Bild wird das Novemberpogrom in Bremen in einen historischen Zusammenhang gesetzt. Erläutert werden Entwicklung des Antisemitismus in Bremen vor und nach 1933, die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die Folgen für die jüdischen BremerInnen und der Umgang mit den Tätern nach Kriegsende.
Dieses Projekt konnte mit freundlicher Unterstützung der DGB-Jugend, der GesamtschülerInnen-Vertretung und dem Staatsarchiv umgesetzt werden.
Die Broschüre ist erhältlich bei der DGB-Jugend, im Infoladen und beim Golden Shop
oder online zugänglich unter:
www.gewerkschaftsjugend-niedersachsen.de/das-novemberpogrom-19.306.0.html
Herausgegeben wurde die Broschüre vom Ausstellungskollektiv.
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November 11, 2009
Ein Rückblick auf 25 Jahre autonomen Antifaschismus und nicht zuletzt eine Bestandsaufnahme. Was war die Antifa? Wer ist sie jetzt? Und wenn ja, wie viele?
Diskussionsveranstaltung mit Daniel Schlüter (Hamburg)
13. November 2009 / 19 Uhr / Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12
Lange Zeit hatten Antifas in der Linken einen Ruf, wie der Torwart eines Fußballteams. Zwar sagt es keiner laut, aber alle glauben zu wissen: er hat eine Macke. Die ›Macke‹ der Antifa bestand nicht nur darin, auf Grundlage eines vergleichsweise hohen Organisierungsgrades die fast schon professionelle Verfolgungstätigkeit einer überschaubar großen Neo-Nazi-Szene zu etablieren, sondern auch darin, diese eingeschränkte Perspektive gleichzeitig zum strategischen und politischen Ausgangspunkt sehr viel weitergehen der, im weitesten Sinne linksradikaler Forderungen und Zielsetzungen zu erklären. Trotz oder vielleicht wegen dieses inneren Spannungsverhältnisses zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist ›Antifaschismus‹ in den vergangenen gut 25 Jahren zu einem, wenn nicht zu dem zentralen Handlungsfeld autonomer Politik geworden. Während im allgemeinen Niedergang der Bewegungslinken Ideen und Erfahrungen realer Gegenmacht zum Fall für die Geschichtsbücher werden, präsentiert sich die Antifa weiterhin als gut organisierter, durchsetzungsstarker und von Nachwuchssorgen weitgehend freier Politikbetrieb. Inwiefern allerdings überhaupt von »der Antifa« gesprochen werden kann, ist kaum geklärt. Ob es also überhaupt eine gemeinsame Geschichte gibt, welche inhaltlichen Übereinkünfte und Traditionslinien existieren, wo Brüche und Widersprüche liegen, was aus den Erfahrungen für heutige politische Praxis zu lernen ist, all diese Fragen sollen an diesem Abend angesprochen werden. Den Rest des Beitrags lesen »
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